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Mara Zampieri
Die Diva singt Mara Zampieris Liederabend in Wien Sie ist die Primadonna unserer Tage. Das hat weiß Gott nichts mit der Frage zu tun, ob man die unverkennbare Schärfe und Herbheit ihres Timbres sehr oder überhaupt nicht mag (es wird da keine Halbheiten geben, denn Geschmäcker sind in solchen Fällen wahrhaftig sehr verschieden). Wie sie…
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Lorin Maazel
Ein Profi, durch und durch Lorin Maazel im „Philharmonischen“ Es ist ein Vergnügen, Lorin Maazel beim Dirigieren zuzuschauen. Weil es immer schön ist, zu erleben, wie das ist, wenn einer am Werk ist, der das, was er tut, kann. Wirklich kann. Aus demselben Grund ist es ein Vergnügen, den Wiener Philharmonikern, die ja wahrhaftig auch…
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Ulf Schirmer
„Dirigieren ist die schönste Sache der Welt“ Wiens neuer Opern-„Musikchef“, Ulf Schirmer, im Gespräch Geredet wird über den Nachfolger Claudio Abbados seit dessen Abgang. „Viele Leute glauben, daß ich es längst bin“, erzählt er selbst. Jetzt ist es wirklich so weit: Staatsopernchef Ioan Holender hat Ulf Schirmer zu seinem „musikalischen Konsulenten“ ernannt. Der 33jährige Deutsche…
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Chowanschtschina
Düsternis, die bleiben muß „Chowanschtschina“ in der Staatsoper Mussorgskys „Chowanschtschina“ war eine der unbestrittenen Erfolge der Ära Drese/Abbado. Die Produktion, ungeheuer aufwendig und kompliziert, erscheint nun alle heiligen Zeiten auf dem Spielplan und erfordert jedesmal akribische Probenarbeit und höchstes Engagement aller Beteiligten. Eine musikalische Trumpfkarte des Hauses ist sie mehr denn je. Ulf Schirmer dirigiert…
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Rudolf Nurejew
Elegance oblige Der Ballettkönig Rudolf Nurejew ist tot 54jährig ist am Dreikönigstag in Paris der Tänzer Rudolf Nurejew gestorben – eine Legende schon zu Lebzeiten, umjubelter Kirow-Star, Liebling des internationalen Publikums, Enfant terrible der westlichen Ballettszene, als Egomane ein Schrecken aller Direktoren, zuletzt gezeichnet von seiner tödlichen Krankheit. Ein Star, in allem, was er tat,…
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Phänomen Muti
Eine Erfolgsstory oder: Der kluge Mann baut auf Wie Riccardo Muti Karriere gemacht hat und warum er dabei Künstler geblieben ist Im traditionellen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker gehen die Wellen der Emotion zumeist hoch. Diesmal nahm die Begeisterung des Publikums im Goldenen Saal jedoch ungewohnte Formen an. Und daß die Musiker selbst zuletzt ihrem Dirigenten…
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Mutis Debüt
Ein Traum, wie er kaum je in Erfüllung geht Das Neujahrskonzert der Philharmoniker erstmals unter Riccardo Mutis Leitung Der deklarierte Liebling der Wiener Philharmoniker unter den internationalen Dirigentenstars ist er schon lang. Daß sein Einstand als Johann-Strauß-Interpret ein derartiger Triumph werden könnte, hat er vermutlich dennoch nicht einmal selbst zu hoffen gewagt: Riccardo Mutis erstes…
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„Originalklang“?
Sie nehmen uns Mozart Über die Traurigkeit beim Plattenhören Gewisse Sachen dürfen unter Gebildeten nicht sein. Man hat ja schließlich was gelernt und lernt immer wieder dazu. Also weiß man, was sich gehört, und was man zu unterlassen hat. Zum Beispiel werden sich die Konzertveranstalter in nicht allzu ferner Zukunft bei der Nase nehmen und…
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100 Jahre Nußknacker
Jubiläum für ein Märchen Mailand feiert 100 Jahre „Nußknacker“ Aus den Programmen der internationalen Opernhäuser und Ballettbühnen ist er um die Weihnachtszeit ohnehin nicht wegzudenken. Tschaikowskys „Nußknacker“ ist und bleibt eines der populärsten Ballette der gesamten musikalischen Literatur. Es ist also nicht leicht, sein 100-Jahr-Jubiläum besonders zu begehen. Der Mailänder Scala ist es heuer gelungen.…
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Scala-Eröffnung
Pavarotti und die Gnadenlosen Die Scala eröffnete mit Verdis „Don Carlos“ ihre Saison Salzburgs Festspielchef Gérard Mortier hat wieder einmal gar nicht recht gehabt. Verdis „Don Carlos“, inszeniert von Franco Zeffirelli, könne kein künstlerisches Ereignis von Festspielformat sein, meinte er – und verzichtete auf das Gastspiel der Mailänder Scala. Damit brachte er sein Publikum um…
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Gastspiel
Explosive Mischung Die Symphoniker mit Georges Pretre in Athen Zuckerbrot und Peitsche lautet das Motto des kurzen Gastspiels der Wiener Symphoniker in der neuen großen Konzerthalle von Athen, Megaron. Oder anders herum: Symphonik von der vertraktesten Art (wie Bruckners Erste Symphonie) und silbrig überglänzte Klangträume in Rosa und Himmelblau („Rosenkavalier“-Suite von Richard Strauss). Dank George…
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Brahms-Requiem
Die Hölle hat keinen Sieg Georges Pretre dirigierte das Brahms-Requiem Selig sind die Toten“, verkündet der Chor im ruhig strömenden Finale des „Deutschen Requiems“ von Brahms. Die Gewißheit über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage befiel den Hörer in der jüngsten Aufführung des Werkes im Musikverein vielleicht nicht so zwingend wie in legendären Sternstunden, die der Goldene…
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Ballett-Nöte
KOMMENTAR Ballett – gehupft wie gesprungen? Elena Tschernischova, die Leiterin des Staatsopernballetts, weiß seit dieser Woche, daß ihre Tage gezählt sind. Die Frage, ob der Zeitpunkt für diese Entscheidung günstig gewählt war, ob nicht die nächste Premiere darunter zu leiden haben wird, zählt kaum angesichts des Desasters, das die Direktorin während der vergangenen zwei Jahre…
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Die Nöte des Bolschoi
Früchte der Freiheit Der Direktor des Bolschoitheaters erzählt Vor nicht allzu langer Zeit verabschiedete Rußlands Präsident Jelzin ein Dekret, das dem renommierten Moskauer Bolschoitheater vollständige Autonomie zusichert. „Bei gleichbleibenden staatlichen Subventionen“, ergänzt Wladimir Kokonin, der Direktor des Hauses, und schwärmt sichtlich stolz von der dieserart errungenen künstlerischen Freiheit. „Ein für Moskau bis vor kurzem ganz…
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Mozartjahr
Mozart ist wieder gleich Kugel Ein Jahr ist eine lange Zeit. 1991 waren die österreichischen Kulturveranstalter alle zwölf Monate lang damit beschäftigt, Wolfgang Amadeus Mozart zu feiern und alles, was von ihm und über ihn greifbar war, so wirkungsvoll wie möglich unters Volk zu bringen. Unter jenes Volk, das jetzt inzwischen reichlich Gelegenheit hatte, all…