Aktuelle Meldungen


Beczalas Rollendebüts

An der Zürcher Oper hat Piotr Beczala dieser Tage erstmals den Manrico in Verdis Troubadour gesungen. Sein weltweit erster Cavaradossi in Puccinis Tosca hat 2019 in Wien stattgefunden. Der Livemitschnitt dieser Aufführung der legendären Wallmann-Produktion der Staatsoper ist soeben auf DVD erschienen.

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Domingo sang Nabucco nicht zu Ende

Als indisponiert angekündigt, gab Placido Domingo am Freitag Abend in der Wiener Staatsoper vor der großen Arie des Nabucco auf:

Die Vorstellung hätte seine Abschieds-Aufführung in Wien sein sollen, doch vor kurzem verkündete der Künstler, doch weitermachen zu wollen.

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Netrebkos neue CD

Anna Netrebko hat eine neue CD herausgebracht. Sie enthält Arien in drei verschiedenen Sprachen.

Bei Wagner und Richard Strauss ist die Diva weit weniger erfolgreich als bei Verdi und Puccini – aufhorchen aber läßt vor allem eine Szene aus Tschaikowskys Pique Dame.

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Domingo denkt nicht ans Aufhören

Da hat wohl auch die Staatsoperndirektion gestaunt: Lange hieß es, mit Nabucco und einem Zaruela-Abend werde Plácido Domingo sich von seinem Wiener Publikum verabschieden.

Nun hat der Künstler mitgeteilt, er stehe weiterhin zur Verfügung.

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Karajans Bayreuther »Tristan«

»Reloaded« heißt es für eine der aufregendsten Opern-Gesamtaufnahmen aller Zeiten!

Das Label »Pristine« hat den Livemitschnitt des Bayreuther Tristan unter Herbert von Karajan technisch generalüberholt.


Zum Tod von Bernard Haitink

Bernard Haitink, einer der auch in den Schallplattenstudios meistbeschäftigten Dirigenten seiner Generation, ist 93-jährig gestorben.

Bekannt geworden ist Haitink als Chefdirigent des Concertgebouw Orchesters Amsterdam. Den Posten hatte er als junger Mann übernommen und fast drei Jahrzehnte lang innegehabt.


Zum Tod von Udo Zimmermann

Udo Zimmermann, einer der erfolgreichsten Opernkomponisten unserer Zeit, ist in Dresden 78-jährig gestorben.

Zimmermann war auch Intendant und wortgewaltiger Fürsprecher einer offenen Kulturpolitik in Deutschland. Ein Nachruf.


Österreicher beim »Toscanini«-Wettbewerb

Felix Hornbachner, Absolvent der Dirigierklasse von Georg Mark am Wiener Konservatorium, errang im Finale des

Arturo-Toscanini-Dirigierwettbewerbs in Parma am 23. Oktober den dritten Preis.


Netrebko sagt Wien ab

Diesmal ist es eine Operation, der sich Anna Netrebko unterziehen muß, die österreichische Musikfreunde leer ausgehen läßt. Die November-Auftritte der Diva in

Verdis Nabucco an der Staatsoper und solistisch im Wiener Musikverein wurden abgesagt. Bis zur Eröffnungspremiere der neuen Saison an der Mailänder Scala, die Verdis Macbeth gewidmet ist, will Netrebko wieder auf der Bühne stehen.


Zum Tod von Edita Gruberova

Edita Gruberova ist tot. Sie war eines der faszinierendsten Stimm-Phänomene der jüngeren Operngeschichte, ein Koloratursopran von zuvor unvorstellbarer Präzision.

Begonnen hat die Karriere der slowakischen Künstlerin in Wien, wo sie als 23jähriges Mitglied des Staatsopern-Ensembles rasch auch große Aufgaben im Koloraturfach übernahm. 1976 schaffte sie als Zerbinetta in der von Karl Böhm dirigierten Premiere von Richard Strauss‘ Ariadne auf Naxos den internationalen Durchbruch und bestimmt in der Folge viele Jahre lang die Spielplangestaltung der Intendanten der großen Opernhäuser von New York bis Mailand.


Böhms Decca-Aufnahmen

Da ist manches bis heute unerreicht geblieben: Karl Böhm als Siegelbewahrer der wienerischen Musizierstils am Pult von Symphonikern und Philharmonikern, aber auch als Opernmeister in Wien und Bayreuth. Ein Muß für Sammler!

Mit Werken von Mozart bis Richard Strauss – mit einer kaum je egalisierten Neunten Beethoven inmitten . . .


Zemlinsky 150

Schönbergs Lehrer und Schwager, von Strawinsky bewundert, ein Vorbild für Alban Berg –

Anmerkungen zum nach wie vor rätselhaft unbekannten Meister Alexander von Zemlinsky.


Beethovens »Zehnte«

Beethoven hat Skizzen zu einer Zehnten Symphonie hinterlassen, die schon des öfteren Gegenstand musikhistorisches Spekulationen waren. Nun hat ein Team aus Musikologen und Computerspezialisten erstemals

die künstliche Intelligenz bemüht, die Skizzen zu sichten und auszwerten. Das Ergebnis wurde in Bonn uraufgeführt und ist nun im Internet zu hören . . .


Kulman: Kein Abschied

Elisabeth Kulman hat ihren für 27. Oktober im Wiener Musikverein geplanten Abschieds-Liederabend abgesagt. Die herrschende 2G-Regel im Zuge der Covid-Pandemie schließe einen Teil des Publikums aus – das könne sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, verkündete die Sängerin.
Der Kartenpreis wird → rückerstattet.


BAYREUTH NEWS

Zwei neue Versionen von Salome

Im Zuge der neuen Gesamtausgabe der Werke von Richard Strauss sind nun erstmals Partituren zweier Salome-Versionen in den Handel gekommen, die der Komponist selbst verfaßt hat: eine reduzierte Variante, die auch für lyrische Soprane singbar ist,

und eine, in der Strauss die Singstimmen ganz neu bearbeitet hat, um sie an Oscar Wildes französischsprachiges Original anzupassen.


Der Meister der Susannah

Zum Tod von Carlisle Floyd Elf Opern hat er komponiert, den Vordenkern der sogenannten Avantgarde galt er als rettungslos rückschrittlich, das Publikum aber liebte seine Opern: Mit der Geschichte von Susanna im Bade hatte der 28-jährige seinen Ruhm begründet.

Nun ist Carlisle Floyd 95-jährig in Florida gestorben..

Der »BariTenor«

Wie einst im Belcanto Michael Spyres – zuletzt der Don Ottavio als einsame Größe im rundum mediokren Salzburger Festspiel-Don Giovanni – hat eine neue CD herausgeberacht, auf der er Baritonpartien und Tenor-Arien singt, als wäre das ganz selbstverständlich. Nicht nur der exorbitante Stimm-Umfang beeindruckt bei diesem Sänger.

Auch technische Meisterschaft beschwört eine längst vergessene Belcanto-Kultur wieder herauf.

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Mehr Humperdinck!

Zum 100. Todestag des »Hänsel und Gretel«-Meisters sollte man daran erinnern, daß es von diesem

Komponisten mehr als eine Oper gibt, die das Repertoire bereichern könnte.

Der »ganze Mahler«

Leipzig hat das zum Mahlerjahr 2021 geplante Festival nun auf 2023 verschoben: Dann soll es endlich so weit sein. In der Stadt, in der Mahler bedeutende Jahre seines frühen Schaffens verbrachte,

werden sämtliche symphonische Werke und die Lieder zu hören sein, gespielt von einigen der bedeutendsten Orchester der Welt.

La Scala startet durch

Dominique Meyer legte seinen ersten selbst verantworteten Spielplan für die Mailänder Scala vor: Eine beeindruckende Primadonnenparade und ein spannend gemischter Spielplan – und Zukunftsperspektiven für Italiens wichtigstes Opernhaus.

Ludovic Tézier im Gespräch

Der französische Bariton nach seinem Puccini-Hattrick in Salzburg, Graz und Wien im Gespräch – auch über sein Debüt als Verdis Jago; und über die Gefahren und Chancen des Lockdowns während einer Pandemie.

Premieren-Umbestzungen

Marianne Crebassa sollte die Rosina singen, Davide Luciano den Titelhelden. Doch nun muß die Premiere von Rossinis Barbier von Sevillia an der Staatsoper umbesetzt werden: Vasilisa Berzhanskaya wird als Rosina ihr Staatsoperndebüt feiern, Etienne Dupuis den Figaro singen. Juan Diego Flórez bleibt als Graf Almaviva Fixstarter.
Premiere: → 28. September.

Glenn Gould als Komponist

Der Pianist Glenn Gould komponierte als Teenager eine Schauspielmusik zu Shakespeares Was ihr wollt. Jüngst tauchte eine Tonbadnaufnahme dieses Werks auf, zu dem Gould selbst eine kurze Introduktion gesprochen hat.

Netrebko sagt ab

Die Duett-Tournee des Ehepaars Anna Netrebko/Yusi Eyvazov, die dieser Tage geplant war, muß auf Ende der Saison verschoben werden. Ein Krankheitsfall in der Familie der Künstler zwingt die beiden zur Absage, heißt es in der Aussendung. Betroffen von der Absage sind Auftritte in Madrid und Prag, aber auch der für Dienstag, den 7. September im Wiener Konzerthaus geplante Abend.
Neuer Wiener Termin: → 2. Juli 2022.

Zum Tod von Alberto Vilar

Der Kulturmäzen Alberto Vilar, der Bayreuth, Salzburg, Wien oder Baden-Baden unterstützt hat, starb 85-jährig in New York.
Mit seinem Geld finanzierte man auch hierzulande Festspiele. Mehr als 225 Millionen Dollar soll er in Kulturprojekte investiert haben. Unter anderem bezahlte er das Untertitel-Programm der Wiener Staatsoper.
Wegen angeblicher Veruntreuung von 22 Millionen Doller ging der Finanzmanager in den USA aber hinter Gitter. Nach seiner Freilassung lebte er zurückgezogen In New York.

Mikis Theodorakis ist tot

In Griechenland war er ein Nationalheiliger, Komponist, aber auch Politiker – als Kind war er von Beethoven fasziniert, später wollte er seinem Volk und der Idee der Freiheit dienen. Zum Tod des Schöpfers der berühmten Filmmusik zu Alexis Sorbas.

Petrenko in Salzburg

In Berlin war schon zu hören, was die Berliner Philharmoniker diesmal in Salzburg spielen werden – Abonnenten der Digital Concert Hall hörten schon vorab ein sensationelles Konzert, das hören ließ, warum Kirill Petrenko heute eine einsame Stellung unter den Dirigenten genießt.

Schneller als Currentzis?

Zwei CD-Neuerscheinungen demonstrieren, daß große Dirigenten schon vor vielen Jahrzehnten ihren Mozart so schnell, wenn nicht schneller als der angeblich so rasante Teodor Currentzis in Salzburg dirigiert haben. Man sollte das gehört haben, um mitreden zu können über die Frage: Ab wann ist ein Tempo »zu schnell« und: Wie brillant kann man ein Orchester trotz höchster Brisanz zum Spielen bringen.

Scarpia hier, Scarpia da

Eine Tour de Force sondergleichen absolviert dieser Tage der Bariton Ludovic Tézier: An der Seite von Anna Netrebko war er der Baron Scarpia anläßlich der Salzburger Festspiel-Premiere von Puccinis »Tosca«, tags darauf sprang er für den erkrankten Bryn Terfel in derselben Partie auf der Kasematten-Bühne in Graz ein: Kristine Opolais und Jonas Kaufmann waren die Kollegen. Am 24. August wird die Salzburger Festspiel-Aufführung wiederholt, tags darauf singt Tézier noch einmal den Scarpia in Graz. Ein Fall fürs Buch der Rekorde.

Mutis Beethoven-Premiere

Man mag es nicht glauben, aber Riccardo Muti hat bis zu seinem Achtziger gewartet, bevor er erstmals Beethovens Missa solemnis dirigierte. Die umjubelte »Premiere« markierte auch das 50-Jahr-Jubiläums des Dirigenten bei den Salzburger Festspielen.

Verdi-Requiem ohne Chor in Grafenegg!

Weil ein Mitglied des Wiener Singvereins, doppelt geimpft, positiv auf Corona getestet wurde, untersagten die niederösterreichischen Gesundheitsbehörden am 13. Aufugst die Aufführung von Giuseppe Verdis Requiem zur Eröffnung des Grafenegg Festivals. Man fand eine kuriose, künstlerisch freilich höchst fragwürdige Lösung: Die Solisten des Abends, darunter Krassimira Stoyanova und Piotr Beczala, sangen, der Singverein blieb zu Hause. Auf dem Programm: Nicht etwa, wie man unter diesen Umständen annehmen hätte können, eine Reihe von Verdi-Arien in prominenter Besetzung, sondern doch Verdis Requiem, allerdings lediglich die solistischen Teile der Partitur . . .

Joel Sandelson gewann in Salzburg

Joel Sandelson gewann den diesjährigen, erstmals nach Herbert von Karajan benannten Dirigenten-Wettbewerb der Salzburger Festspiele.

Levit springt für Argerich ein

Martha Argerich ist erkrankt und kann den geplanten Duo-Abend mit Renaud Capuçon bei den Salzburger Festspielen nicht wahrnehmen. Igor Levit springt ein.

Groissböck sagt Bayreuth ab

Der österreichische Baßbariton Günther Groissböck will den Wotan nun doch nicht singen!

Über den Salzburger Giovanni

Ein Podcast zum Thema Don Giovanni bei den Salzburger Festspielen 1922-2021

Erinnerung an Alma Rosé

Bayern4 sendet heute ein tönendes Portrait von Gustav Mahlers Nichte Alma Rosé, der Gründerin des Frauenorchesters von Auschwitz.

Netrebko singt Tschaikowsky

Die Tatjana ischaikowskys Eugen Onegin war eine ihrer größten Leistungen – nun nähert sich Anna Netrebko der dramatischeren Lisa aus Tschaikowskys Pique Dame. Fragmente aus dieser Oper wird die Diva an der Seite Ekaterina Semenschuks im Wiener Musikverein singen.

Wer mag Schönberg?

Vor 70 Jahren starb Arnold Schönberg. Seine Werke werden daher mit 1. Jänner kommenden Jahres gemeinfrei. Keine Tantiemen müssen mehr bezahlt werden. Wir deshalb bald mehr Schönberg gespielt werden? Und anderes als die Verklärte Nacht, vielleicht auch Zwölftöniges?
Fragen zum Gedenktag und ein Hinweis auf eine Online-Initiative von Schönberg-Center und Mediathek: 70 Hördokumente, unter anderem auch vom telephonierenden Schönberg, der seinen Sohn überreden möchte, in die USA zu kommen.

Jonas Kaufmanns »Tristan«

Die Münchner Premiere fand noch ohne Kameras und Mikrophone statt. Alles ist gut gegangen, Jonas Kaufmanns waghalsiges Debüt in Richard Wagners forderndster Tenorrolle gelang. Nun wird doch gestreamt: Am 31. Juli können alle Musikfreunde dabei sein.

Josh Lovell ist Nr. 1

Sieg beim Belvedere-Wettbewerb Josh Lovell, seit 2019 Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, gewann den diesjährigen Belvedere-Wettbewerb. Kenner hatten schon in der letzten Saison der Ära Meyer den kanadischen Tenor schätzen gelernt. Kommende Spielzeit ist er in Wien wieder mit Henze und Verdi zu erleben.

Das Schönbrunn-Konzert 2021

Wie schon 2020 wurde das traditionelle Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker zu einem reinen TV-Ereignis. Nur geladene Gäste – darunter etliche sichtlich gelangweilte Politiker – durften live dabei sein, als der fulminante Igor Levit sich bemühte, das Orchester trotz Daniel Hardings schleppendem Dirigat bei Laune zu halten.
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Berlin: Musik für 6000

Im Vorjahr mußte das traditionelle Konzert der Berliner Philharmoniker auf der Waldbühne abgesagt werden. Heuer will das Orchester am 26. Juni wieder vor 6000 Menschen musizieren. Die Eintrittskarten aus dem Vorjahr behalten ihre Gültigkeit, müssen aber personalisiert werden.
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Martha Argerich zum Geburtstag

Die große argentinische Pianistin feierte am 5. Juni ihren unglaublichen Achtziger. Zum Jubiläum gibt es einen kleinen tönenden Musiksalon.
SINKOPHON 

Dominique Meyers Mailänder Start

Anna Netrebko und Sonya Yoncheva dominieren Dominique Meyers erste eigene Saison an der Mailänder Scala. Manche Wiener Erfolge übersiedeln in Italiens erstes Opernhaus.
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Primaballerina der Scala

Die Mailänder Ballett-Legende Carla Fracci starb 84-jährig. Noch im Jänner hatte sie der jungen Tänzergeneration der Scala Lektionen gegeben.

„Mit Maria Taglioni war sie die bedeutendste Persönlichkeit in der Ballettgeschichte Mailands“: Carla Fracci in den Augen von Scala-Intendant Dominique Meyer. Die Primaballerina des großen italienischen Opernhauses starb im 85. Lebensjahr. Mit ihr verließ uns eine der beeindruckendsten Bühnenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, Partnerin von Nurejew, Baryshnikov, Bortoluzzi und Erik Bruhns „Giselle“ in der legendären Verfilmung des Ballett-Klassikers.

Dominique Meyer


NACHRUF 

CD-Novität

Der Soloklarinettist von Israel Philharmonic hat mit seinem Klavierpartner die Klarinettensonaten von Johannes Brahms kongenial aufgenommen.

Eine CD, die vom ersten Ton an für sich einnimmt: Ron Selka und sein Pianist Aviram Reichert lassen uns ein wenig die Entstehungsgeschichte des Brahms’schen Spätwerks nachvollziehen.

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Gute Opern holt der Teufel!

Erstmals erschien, gut ediert, der Briefwechsel zwischen Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss und Alfred Roller. Es zeigt sich: Schon vor 100 Jahren hatten Regisseure und Bühnenbildner allerhand mitzureden. Und das Copyright auf Inszenierungen hat nicht erst Andrew Lloyd Webber erfunden…

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Thielemann verläßt Dresden

Es ist kein »unheimlich starker Abgang«, aber einer, der die internationale Musikwelt aufhorchen läßt: Christian Thielemanns Vertrag als Chefdirigent der Staatskapelle Dresden wird nicht verlängert!

Die sächsische Kultursenatorin hat ihre diesbezügliche Entscheidung am 10. Mai 2021 bekannt gegeben. Doch auch der Vertrag des Intendanten der Semperoper wird nicht verlängert.

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Opern-Preis für Detlev Glanert

Für seine jüngste Oper, »Oceane« erhielt der 1960 geborene deutsche Komponist den International Opera Award 2021. Die Premiere sei die beste Uraufführung der Saison 2019/20 gewesen, befand die Jury.

Die International Opera Awards wurden 2013 vom Herausgeber der britischen Fachzeitschrift Opera ins Leben gerufen. Sie würdigen seither jährlich in rund zwanzig Kategorien herausragende Leistungen auf den internationalen Opernbühnen. Die Preisverleihung mußte Corona-bedingt diesmal am 10. Mai 2021 als Online-Veranstaltung abgehalten werden Zur aktuellen Prämiierung seiner Oper Oceane meinte der Komponist:

Dieser noble Preis ist auch zu sehen als Auszeichnung für eine perfekte Teamarbeit zwischen Dirigent, Regisseur, Librettist, Komponist und dem ganzen Haus, besonders für unsere Sängerinnen und Sänger, die sich das Stück auf schönste Weise anverwandelt haben. Und sie ist auch eine Ermutigung in diesen für alle so finsteren Zeiten: nicht nachzulassen im künstlerischen Bemühen um eine kreative Fortschreibung der wunderbarsten und menschlichsten Kunstgattung überhaupt.

Detlev Glanert

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Luzern Festival, erneuert

Das Luzern Festival nutzt die Zäsur und will sich mit der neuen Sommersaison verwandelt präsentieren. Intendant Haefliger setzt beim traditionellen Festival, das heuer vom 10. August bis 12. September dauern wird, verstärkt auf das Festspiel-Orchester. Im kommenden Mai wird Igor Levit dann ein eigenes Klavierfestival ausrichten. Hinzu kommt ein Veranstaltungsreigen mit zeitgenössischer Musik im November.

Neumeier – auf Konserve

Heute hätte im Theater an der Wien die Ballett-Premiere »An die Freude. Beethoven 9« von John Neumeier stattfinden sollen. Pandemiebegingt wurde sie abgesagt.

Was ist ein Pasticcio?

Viele Köche verderben den Brei, heißt es. In London erlebte man freilich Anno 1721 mit Begeisterung die Uraufführung einer Oper, an der drei Komponisten mitgewirkt hatten: Filippo Amadei, Giovanni Bononcini und Georg Friedrich Händel. Die Nachwelthat ihr Urteil gefällt, den Zeitgenossen gefiel auch die Musik Bononcinis und Amadeis…